Was ist bindungsorientierte Erziehung

Die Erziehungsmethode der bindungsorientierten Elternschaft gibt es schon seit den 1980er Jahren und sie erhält immer größeren Zuspruch, vielleicht auch weil sie stetigem Wandel unterliegt. Beim Attachment Parenting geht es zu allererst um die positive Bindung zwischen den Eltern und dem Kind. Es geht um instinktives Handeln, um Respekt, um das aufmerksame Wahrnehmen und um das Urvertrauen.

Der Handlungskanon besteht aus den berühmten 7 Baby-B‘s:

Birth Bonding
Das Kind wird nach der Geburt auf die Brust der Mutter gelegt und darf sich langsam an die neue Umgebung gewöhnen.

Breastfeeding
Hierunter wird das bedarfsorientierte Stillen verstanden.

Babywearing
Möglichst häufiges Tragen des Kindes, ob auf dem Arm oder im Tragetuch, wird bei der Bindungsorientierten Erziehung empfohlen. Schön ist auch, dass dieser Aspekt von beiden Elternteilen durchgeführt werden kann. Es ist wichtig, dass eine Familienbindung aufgebaut wird.

Bedsharing
Das Gemeinsamschlafen im Familienbett baut auch nachts eine positive Beziehung auf, außerdem profitiert hiervon auch die Geschwisterbindung.

Belief in Babys Cries
Weinen ist keine Provokation, es signalisiert ein Bedürfnis, das wir Eltern stillen können.

Beware of Babytrainers
Schlaftrainings werden abgelehnt und durch in der Familie eingeführte Schlafrituale, wie z.B. klare Zubettgehstrukturen, Gute-Nacht-Geschichten, das Sandmännchen u.ä. ersetzt.

Balance and Boundaries
Wichtig für die gesamte Familie ist das Bewahren einer Balance zwischen den Bedürfnissen der Familie und den eigenen Bedürfnissen, als Mutter, Vater und Paar. Denn nur wenn wir Eltern glücklich sind, können es auch die Kinder sein.

Es gibt viele verschiedene Erziehungsmethoden und -Stile. Jede Familie muss ihren eigenen Weg finden, man muss diesen nur für sich vertreten können. Hört also auf euren Bauch, euer Herz und weniger auf die vielen anderen Stimmen.